2. Runde Sparkassenpokal          Dresdner Sport und Spiel - FV Hafen Dresden 3 : 7 (3 : 3)

 

Mannschaftsaufstellung:

                                                         Böhmer

 

                                                           Zschätzsch

                        Fütterer                                            Kontek, S.

                                                           Grohme

    Prescher         Noack       Argus               Nebel

                       

                                   Bretschneider                          Clemen

 

Am letzten Sonntag kam es endlich zum ersehnten Aufeinandertreffen mit dem "Platzrivalen" Dresdner Sport und Spiel. Man hatte sich viel vorgenommen und wollte den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Allerdings nahm man sich von Beginn an vor mit einer entsprechenden Spielweise überhaupt keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wie das Spiel ausgehen würde. Leider wurde dieses Vorhaben von den Hafen-Kickern, vor allem in der ersten Halbzeit, nicht konsequent umgesetzt. Man ließ durch häufige Ballverluste im Spielverlauf den Gastgeber oftmals zu schnellen Gegenstößen und damit auch Tormöglichkeiten kommen. Dazu kam noch, dass die Abwehr an diesem Tag nicht ihren besten Tag erwischte und vor allem in den ersten 45 Minuten teilweise große Unsicherheit ausstrahlte und einige Situationen nicht souverän klärte. Bereits nach 5 Minuten nutzten die Hausherren eine dieser Unstimmigkeiten im Deckungsverbund der Hafen-Elf aus, der ballführende Spieler konnte auf der linken Außenbahn ungehindert in den 16er eindringen und zur Grundlinie durchmarschieren, wo er dann das Spielgerät zurück auf einen Teamkollegen legte, der dann mit viel Glück mit einem nicht richtig getroffenen Schuss die Führung erzielen konnte. Die Bogenlampe senkte sich hinter dem Keeper des FV Hafen ins Gehäuse und somit lag die Hafen-Elf hinten. Nur 3 Minuten später konnte man aber den Spielstand wieder egalisieren, als Nebel das 1:1 erzielte. In der Folge waren die Gäste nicht in der Lage den Klassenunterschied mit Ihrer Spielweise auch auf dem Kunstrasen deutlich zu machen. Zwar hatte man mehr vom Spiel und konnte auch einige Chancen verzeichnen, jedoch blieben diese zunächst ungenutzt. Die Gastgeber erkämpften sich oder bekamen durch ein zu ungenaues Passspiel der Gegner immer wieder den Ball und kamen häufig mit langen Bällen oder über die Außenbahnen zu gefährlichen Situationen. Besonders bei der Abwehr, aber auch im kompletten Defensivverhalten steckte in der ersten Hälfte doch deutlich Sand im Getriebe. Man ließ einfach viel zu viel zu, konnte keine Sicherheit und Souveränität ausstrahlen und kam auch nicht richtig in die Zweikämpfe. Da man selbst in den 30 Minuten nach dem Ausgleich zu keinem Torerfolg kam stand es nach 34 Minuten immer noch 1:1. Danach nutzten die DSS-Kicker wiederum eine Unsicherheit in der zentralen Abwehr des FV Hafen, als der hochgeschlagene Ball nicht konsequent geklärt wurde, stattdessen prallte er in Richtung Torhüter zurück, der dann allerdings kurz vorm Gegenspieler an den Ball kam und somit selbigen eigentlich regelkonform klärte, jedoch bewertete der Schiedsrichter dies anders und entschied auf Elfmeter. Diese Chance ließen sich die Mannen vom DSS natürlich nicht entgehen und gingen wieder in Führung. Irgendwie schien dieser Treffer kurzzeitig wieder für mehr Verunsicherung zu sorgen, anders ist der Treffer zum 3:1 für DSS auch nicht zu erklären. Wieder wurde der Ball leichtfertig in der Vorwärtsbewegung verloren und ein Akteur von DSS konnte sich am linken äußeren 16er gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, zog in den Strafraum und schloss mit einem straffen Flachschuss in die linke Ecke ab. Beim Anblick des Spielstandes konnte einem so langsam Angst und Bange werden, jedoch ließen die Hafen-Akteure nicht den Kopf hängen, sondern bliesen direkt zur Aufholjagd, welche jeweils in der 39. und 44. Spielminute auch von Erfolg gekrönt war. Erst konnte Bretschneider den 2:3 Anschlusstreffer markieren, ehe Kontek, S. nach einer Standardsituation per Kopf den Ausgleich erzielte. Kurze Zeit später pfiff der Referee die erste Hälfte ab. Somit ging man noch einmal mit einem blauen Auge in die Kabinen und konnte sich aber da warm anziehen. In der zweiten Hälfte sah man dann eine Leistungssteigerung des FV Hafen. Zudem kam aber auch, dass die Gastgeber mit fortwährender Spieldauer auch abbauten, so dass sie in der zweiten Hälfte nicht mehr die Gefährlichkeit ausstrahlten, wie noch in den ersten 45 Minuten. Fasst man die 2. Halbzeit zusammen, kann man sagen, dass sich ein Klassenunterschied schon herauskristallisierte, 3 Klassen betrug dieser allerdings nicht. Gleich nach dem Wiederanpfiff konnte man durch Tore von Sommer und Argus erstmals in Führung gehen und damit die Zeichen frühzeitig auf Sieg stellen. Von den Hausherren kam in der zweiten Hälfte nicht mehr viel, Chancen ihrerseits kamen nicht mehr vor. Auch die Abwehr der Gäste strahlte mehr Sicherheit aus und ließ kaum noch etwas zu. In der 76. Spielminute konnte Argus dann die Führung noch deutlicher gestalten, als er das zum 3:6 einnetzte. Kurz vor Schluss konnte sich Bretschneider ebenfalls ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen, als er mit seinem Schuss von der rechten Seite des 16ers in die linke untere Ecke den Spielstand auf 3:7 erhöhte. Letztendlich machte man sich besonders in der ersten Halbzeit das Leben selbst unnötig schwer und konnte auch über weite Strecken der Partie nicht so überzeugen, wie man es sich vorgenommen hatte. Trotzdem bleibt am Ende ein verdienter 7:3 Sieg stehen und man zieht dadurch ins Achtelfinale des Sparkassenpokals ein. In diesem elitären Kreis befinden sich nach dem Ausscheiden von Turbine, DSC 2. und Weißig noch 11 weitere Stadtligisten zuzüglich den Teams Rotation 3., Löbtauer Kickers, USV TU und Fortuna Rähnitz. Man kann also gespannt sein, welchen Gegner die nächste Auslosung für den FV Hafen Dresden bereithält. Noch wichtiger als diese Pokalbegegnung ist aber am kommenden Wochenende das Heimspiel gegen den SSV Turbine Dresden, wo man endlich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden muss. Nachdem man weite Strecken der Pokalbegegnung zwischen den Kickers und Turbine beobachten konnte, kann man sich auf einen zweikampf- und spielstarken Gegner gefasst machen. Also Ärmel hoch und Angreifen!!!

 

 

 

 

Auswechslungen:                   46. Min.: Sommer für Clemen

                                                     70. Min.: Purucker, D. für Kontek, S.

                                                     77. Min.: Richter für Nebel

 

Tore:                                                1:0 (5. Min.) DSS

                                                         1:1 (8. Min.) Nebel

                                                         2:1 (34. Min.) DSS

                                                         3:1 (36. Min.) DSS

                                                         3:2 (39. Min.) Bretschneider

                                                         3:3 (44. Min.) Kontek, S.

                                                         3:4 (48. Min.) Sommer

                                                         3:5 (54. Min.) Argus

                                                         3:6 (76. Min.) Argus

                                                         3:7 (87. Min.) Bretschneider